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Sparen für Kinder: Welche Möglichkeiten gibt es?

Heute ein kleiner Betrag, später vielleicht der Führerschein, das Studium oder die erste eigene Wohnung? Wer früh Geld für ein Kind zurücklegen möchte, hat unterschiedliche Möglichkeiten. Doch Sparbuch, Fonds oder eine langfristige Kindervorsorge unterscheiden sich bei Sicherheit, Ertragschancen, Risiko und Flexibilität. Worauf kommt es bei der Entscheidung an?

Warum kann es sinnvoll sein, früh für Kinder zu sparen?

Wer früh für ein Kind zu sparen beginnt, hat mehr Zeit, Schritt für Schritt eine finanzielle Grundlage für spätere Lebensziele aufzubauen. Bevor Sie sich für eine Sparform entscheiden, sollten Sie deshalb zuerst überlegen: Wofür soll das Geld gedacht sein – und wann soll es ungefähr zur Verfügung stehen?

Ein Betrag für den Führerschein in einigen Jahren stellt andere Anforderungen an Verfügbarkeit und Risiko als Kapital, das erst für Ausbildung, Studium oder die erste eigene Wohnung benötigt werden soll.

Welche Möglichkeiten gibt es, für Kinder zu sparen?

Für Kinder kann Geld beispielsweise auf einem Sparbuch oder Sparkonto, über Fonds und ETFs oder im Rahmen einer langfristigen Kindervorsorge über eine Lebensversicherung zurückgelegt werden. Die Möglichkeiten unterscheiden sich vor allem darin, wie das Geld veranlagt wird, welchen Schwankungen es unterliegen kann, welche Kosten entstehen und wie flexibel darauf zugegriffen werden kann.

1. Sparbuch oder Sparkonto

Sparbücher und Sparkonten sind klassische Möglichkeiten, Geld für ein Kind zurückzulegen. Das Guthaben wird verzinst und unterliegt keinen kapitalmarktbedingten Kursschwankungen wie beispielsweise ein Aktienfonds. Wie hoch die Verzinsung ausfällt und welche Bedingungen für die Verfügbarkeit gelten, hängt vom jeweiligen Bankprodukt ab.

Guthaben auf Sparbüchern und Sparkonten bei österreichischen Banken sind grundsätzlich von der gesetzlichen Einlagensicherung erfasst. Gesicherte Einlagen sind grundsätzlich bis zu EUR 100.000 pro Person und Bank geschützt. (Quelle: Österreichische Nationalbank)

Dabei sollte auch die Inflation berücksichtigt werden: Steigen die Preise über längere Zeit stärker als die Verzinsung des Guthabens, verliert das angesparte Geld an Kaufkraft.

2. Fonds und ETFs

Mit Fonds und ETFs wird Geld am Kapitalmarkt veranlagt und kann sich entsprechend der enthaltenen Vermögenswerte positiv oder negativ entwickeln. Bei einem Investmentfonds wird das Geld vieler Anleger:innen gebündelt und beispielsweise in Aktien oder Anleihen investiert. ETFs sind börsengehandelte Fonds, die häufig einen bestimmten Index abbilden.

Eine breite Streuung kann dazu beitragen, Risiken auf unterschiedliche Anlagen zu verteilen. Sie verhindert Verluste aber nicht.

Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen. Wer sie für ein Kind in Betracht zieht, sollte deshalb nicht nur auf mögliche Erträge oder vergangene Wertentwicklungen schauen, sondern auch auf:

  • Anlagehorizont  
  • Risikoeinstufung  
  • Kosten  
  • Zusammensetzung der Anlage 
  • mögliche Wertschwankungen und Verluste

Höhere Ertragschancen sind in der Regel auch mit höheren Risiken verbunden. (Quelle: Österreichische Finanzmarktaufsicht)

3. Kindervorsorge über eine Lebensversicherung

Eine Kindervorsorge über eine Lebensversicherung kann langfristigen Vermögensaufbau mit vertraglich vorgesehenen Versicherungs- und Gestaltungsmöglichkeiten verbinden.

Wie das Geld veranlagt wird, hängt vom jeweiligen Produkt ab. Je nach Ausgestaltung können beispielsweise eine klassische Veranlagung, Fonds oder eine Kombination daraus vorgesehen sein.

Auch bei Flexibilität und Versicherungsschutz gibt es Unterschiede. Je nach Produkt können etwa zusätzliche Einzahlungen, Änderungen während der Laufzeit, Prämienpausen oder eine spätere Übertragung auf das erwachsene Kind vorgesehen sein.

Deshalb sollten bei einer Kindervorsorge nicht nur mögliche Ertragschancen betrachtet werden. Ebenso wichtig sind:

  • Vertragsdauer und Kosten
  • Art und Risiko der Veranlagung 
  • Flexibilität bei Einzahlungen und vorzeitigem Kapitalbedarf 
  • konkrete Versicherungsleistungen 

Sparbuch, Fonds oder Kindervorsorge: Wo liegen die Unterschiede?

Welche Möglichkeit passt, hängt vor allem davon ab, wann das Geld benötigt wird, welche Wertschwankungen Sie akzeptieren möchten und wie flexibel die Lösung sein soll.

Sparbuch oder Sparkonto

Was zeichnet es aus?
Das Guthaben unterliegt keinen kapitalmarktbedingten Kursschwankungen und ist im vorgesehenen Umfang durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

Darauf sollten Sie achten:
Verzinsung, Inflation, mögliche Bindungsfristen und Verfügbarkeit des Geldes.

Fonds und ETFs

Was zeichnet sie aus?
Fonds und ETFs ermöglichen die Teilnahme an der Entwicklung der Kapitalmärkte. Je nach Produkt kann das Geld breit auf unterschiedliche Anlagen verteilt werden.

Darauf sollten Sie achten:
Kursschwankungen und Verluste sind möglich. Berücksichtigen Sie außerdem Kosten und Anlagehorizont.

Kindervorsorge über eine Lebensversicherung

Was zeichnet sie aus?
Langfristiger Vermögensaufbau kann mit Versicherungs- und unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten verbunden werden.

Darauf sollten Sie achten:
Prüfen Sie Vertragsbedingungen, Kosten, Art und Risiko der Veranlagung sowie die Möglichkeiten, wenn Sie vorzeitig Kapital benötigen.

Keine dieser Möglichkeiten passt pauschal zu jeder Familie. Entscheidend sind Sparziel, Zeitraum, gewünschte Flexibilität und die Bereitschaft, Wertschwankungen zu akzeptieren.

Was ist wichtiger: Sicherheit oder Ertragschancen?

Das hängt vor allem davon ab, wann das Geld benötigt wird und welche Wertschwankungen Sie akzeptieren möchten. Vier Fragen helfen bei der Orientierung:

Gut zu wissen

Sicherheit, Ertragschancen und Verfügbarkeit lassen sich nicht unabhängig voneinander betrachten. Höhere mögliche Erträge gehen in der Regel mit höheren Risiken einher. (Quelle: Österreichische Finanzmarktaufsicht)

Regelmäßig sparen oder einmalig Geld anlegen?

Regelmäßige Beiträge und einmalige Einzahlungen erfüllen unterschiedliche Zwecke und können – je nach Sparform – auch miteinander kombiniert werden. Regelmäßiges Sparen lässt sich beispielsweise als fixer Betrag in das monatliche Familienbudget einplanen. Einmalige Beträge können etwa aus Geldgeschenken von Großeltern oder anderen Angehörigen stammen.

Für die Entscheidung ist deshalb weniger wichtig, woher das Geld kommt. Wichtiger ist, wie flexibel die gewählte Lösung damit umgehen kann:

  • Sind zusätzliche Einzahlungen möglich? 
  • Kann ein regelmäßiger Beitrag später verändert werden? 
  • Kann die Einzahlung vorübergehend ausgesetzt werden? 
  • Was passiert, wenn das Geld früher benötigt wird? 

Gerade bei langfristigen Lösungen sollten diese Fragen vor dem Abschluss geklärt werden.

Welche Fragen sollten Eltern vor der Entscheidung klären?

Bevor Sie eine Spar- oder Vorsorgelösung auswählen, sollten Sie vor allem Sparziel, Zeitraum, Risiko, Kosten und Flexibilität kennen.

Diese sechs Fragen helfen beim Vergleich:

  1. Wofür soll das Geld später verwendet werden? 
  2. Wann soll es ungefähr zur Verfügung stehen? 
  3. Welche Wertschwankungen bin ich bereit zu akzeptieren? 
  4. Welche Kosten entstehen? 
  5. Kann ich Einzahlungen später verändern oder zusätzlich Geld einzahlen? 
  6. Wann, von wem und unter welchen Bedingungen kann über das angesparte Kapital verfügt werden? 

Gerade der letzte Punkt wird leicht übersehen. Je nach Spar- oder Vorsorgelösung kann unterschiedlich geregelt sein, auf wessen Namen sie geführt wird und wer während der Laufzeit bzw. später über das Kapital verfügen kann. Wenn diese Fragen beantwortet sind, lassen sich unterschiedliche Angebote wesentlich sinnvoller miteinander vergleichen.

Fazit: Erst das Ziel, dann die Sparform

Ein Sparbuch funktioniert anders als eine Fondsveranlagung – und eine Kindervorsorge über eine Lebensversicherung verfolgt wiederum eine andere Produktlogik.

Entscheidend ist deshalb zuerst die Frage, wann und wofür das Geld später gebraucht werden soll. Daraus lässt sich besser ableiten, wie wichtig Verfügbarkeit, Sicherheit, Ertragschancen und Flexibilität für die eigene Entscheidung sind.

Unser Praxis-Tipp:

Vergleichen Sie bei langfristigen Lösungen nicht nur mögliche Erträge. Achten Sie auch auf Kosten, Risiken, Vertragsbedingungen und darauf, welche Möglichkeiten Sie haben, wenn sich Ihre Lebenssituation verändert.

Eine Möglichkeit für die langfristige Kindervorsorge

Die DONAU Kindervorsorge Startklar ist eine Lebensversicherung für den langfristigen Vermögensaufbau für ein Kind. Das Vermögen kann je nach gewählter Veranlagung im Deckungsstock der klassischen Lebensversicherung, in Fonds oder in einer Kombination aus beiden veranlagt werden. Das Basisinformationsblatt zu diesem Produkt ist bei Ihrer:Ihrem Berater:in schriftlich und elektronisch (E-Mail) erhältlich. Die jeweils aktuellste Fassung finden Sie auch auf unserer Webseite.

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